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Medikamente auf Reisen
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Auch „Montezumas Rache„ macht ein Mehr an Medikamenten im Reisegepäck notwendig: Viele Reisende in exotischen Ländern haben Magen- und Darmprobleme. Wenn wässriger und heftiger Durchfall oder Erbrechen kurz nach Einnahme eines Arzneimittels auftritt, muss es eventuell noch einmal eingenommen werden. Aber Vorsicht: Bei Herz- und Blutdruckmitteln könnte es dann zu einer Überdosierung kommen. Und manche Parkinson-Mittel verstärken sich in der Wirkung, wenn wenig Flüssigkeit im Körper ist. |
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Insbesondere Patienten mit Vorerkrankungen sollten vor der Abreise unbedingt mit dem Arzt besprechen, wie die Dosis in bestimmten Situationen angepasst werden kann. Diabetiker müssen beispielsweise darauf achten, dass vermehrte Bewegung wie längeres Schwimmen oder Bergwandern zu einem niedrigeren Bedarf an Insulin führt. Bei heißem Wetter kann außerdem die Insulinwirkung schneller eintreten als gewohnt. |
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Dies und die Zeitverschiebung bei Fernreisen führen dazu, dass der Blutzucker noch häufiger als sonst kontrolliert werden muss. Insulin sollte nicht zu heiß gelagert werden, aber auch nicht gefrieren, weil es dann inaktiv wird. Isoliertaschen oder –boxen können Abhilfe schaffen. Der UrlaubsMedicus empfiehlt, die Insulinpatronen in feuchte Tücher zu wickeln und sie in einer Plastiktüte in eine Thermoskanne zu stecken. Damit es beim Zoll oder mit der Polizei im Urlaubsland keine Probleme gibt, sollten chronisch Kranke für ihre Medikamente Zertifikate mitnehmen. Damit können sie beweisen, dass sie die Mittel selbst brauchen. Auf dem Zertifikat sollte nicht nur der Handelsname und der Wirkstoffname, sondern auch die Grunderkrankung sowie die Menge des benötigten Medikamentes stehen. Zertifikate gibt es als Vordrucke in versch. Sprachen und sie können vom Hausarzt unterzeichnet und abgestempelt werden. |
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Der Blick auf den Beipackzettel ist ein Muss vor der Abreise, und bei vielen Medikamenten gibt es verschiedene Details zu beachten. Kortison etwa schwächt in bestimmten Dosen das Immunsystem und macht anfälliger für Infekte. Menschen, die das Blutverdünnungsmittel Marcumar nehmen, etwa nach einer Herzoperation oder einer Thrombose, müssen besonders auf ihre Ernährung achten. «Das Mittel wird durch Vitamin K beeinflusst, das in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten ist. Und die stehen im Urlaub oft auf dem Speiseplan. |
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Riskant sind auch Malariamittel! Sie können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen.
Und auch ein schlichtes Sonnenbad kann riskant sein - schließlich rufen einige Medikamente bei starker Sonneneinstrahlung Reaktionen bei allen Hauttypen hervor.
Vor allem Badeurlauber sollten vorher auf den Beipackzettel schauen, ob die Gefahr einer solchen phototoxischen Reaktion besteht. |
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Ein Urlaub in warmen Gefilden gehört meist auch für ältere Menschen und chronisch Kranke zum Jahresprogramm. Doch die Medikamente im Gepäck sind nicht ohne Risiko: So wirken manche Arzneimittel bei Hitze anders und müssen möglichst kühl aufbewahrt werden.
Generell müssen alle Medikamente vor Hitze und Feuchtigkeit geschützt werden. Einige Bluthochdruckmittel beispielsweise vertragen gar keine Sonne. Und Sprays und Tropfen drohen zu verdunsten.
Außerdem können Spritzen und Kanülen im Gepäck den Zoll misstrauisch machen. Daher ist es ratsam, einen Urlaub sorgfältig zu planen und schon einige Zeit vorher mit einem Arzt die Liste der notwendigen Medikamente durchzugehen.
Der UrlaubsMedicus meint: Wenn die Behandlung einer chronischen Erkrankung gut eingestellt ist, gibt es keinen Grund, zu Hause zu bleiben. Vor der Buchung sollte aber dennoch mit dem Arzt besprochen werden, ob grundsätzlich nichts gegen eine Reise etwa in die Tropen, einzuwenden ist und ob es eine gute medizinische Versorgung vor Ort gibt. Zwei Wochen vor Abreise sollte noch einmal überprüft werden, ob alle Werte, die mit der Krankheit zu tun haben, in Ordnung sind.
In jedem Fall sollten deutlich mehr Medikamente mitgenommen werden als sonst üblich. Die Reserve kann notwendig werden, wenn das Gepäck abhanden kommt oder es durch einen Flughafenstreik zu Verzögerungen bei der Heimreise kommt. Verstaut werden die oft lebenswichtigen Medikamente am besten in zwei Handgepäckstücken, die nicht zu auffällig sein sollten - sonst steigt die Diebstahlgefahr. Schließlich verkaufen sich Medikamente in vielen Ländern gut auf dem Schwarzmarkt.
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