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Reisen in der Schwangerschaft

In vielen Urlaubsländern ist die medizinische Versorgung nicht so gut wie in Deutschland. Oft sind der nächste Arzt oder das nächste Krankenhaus weit entfernt oder schwer zu erreichen. Ein Baby, das als Frühgeburt etwa in der 27. Woche in Deutschland auf die Welt kommt, hat recht gute Überlebenschancen. Das ist jedoch nicht überall so!

Bei unauffälliger Schwangerschaft kann eine Schwangere durchaus fliegen. Es sollte allerdings keine Flugreise nach der 35./36. Woche und bis zu sieben Tage nach einer Entbindung unternommen werden.

Die einzelnen Fluglinien haben unterschiedliche Bestimmungen. Generell werden Schwangere ab der 36. Woche nicht mehr befördert, bei manchen Airlines schon ab der 32. Woche! Daher unbedingt vorab bei der entsprechenden Airline nachfragen!

Nicht fliegen dürfen Schwangere bei:
Mehrlings-Schwangerschaft
Placenta praevia
EPH-Gestose
chronischen Herz- und Lungenerkrankungen
Thombophilie
Hämoglobinopathien.

Reisen in Malariagebiete sollten vermieden werden! Schwangere haben ein hohes Erkrankungsrisiko und können zudem besonders schwer an Malaria erkranken. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Ist ein Aufenthalt in einem Malariagebiet trotzdem nötig, sollte unbedingt eine Malariaprophylaxe durchgeführt werden! Einzelne Medikamente zur Prophylaxe von Malaria sind in der Schwangerschaft erlaubt.
Suchen Sie sich nicht allzu exotische Urlaubsziele aus, vor allem, wenn Sie nicht sehr viel Reiseerfahrung haben. Klimawechsel, ungewohntes Essen und Umstellung des üblichen Tagesablaufs können auch Reise-Erfahrenen zu schaffen machen. Bedenken Sie, dass Sie nicht all das unternehmen können, was Sie während Ihren früheren Reisen getan haben und gestalten Sie Ihren Reisestil dementsprechend. Unterschätzen Sie nicht, wie viel schneller Sie ermüden.

Häufige Probleme von Schwangeren - vor allem in den Tropen:
Durchfälle
Kreuzschmerzen
geschwollene Beine
Pilzinfektionen der Scheide

Von den am häufigsten empfohlene Reiseimpfungen sind erlaubt:
Hepatitis A passiv
Tetanus
Polio (die Schluckimpfung ist zwar erlaubt, sollte aber nicht im letzten Drittel der Schwangerschaft gegeben werden.
Die Stichimpfung ("Polio Salk") sollte generell bevorzugt werden.

Nur nach einer ausreichenden Abwägung der Vor- und Nachteile können folgende Impfungen in Betracht gezigen werden:
Cholera
Diphtherie
FSME
Hepatitis A und B
japan. B Encephalitis
Meningitis
Tollwut
Typhus
Eine eventuell vorgeschriebene Gelbfieber-Impfung sollte möglichst nicht im ersten Schwangerschaftsdrittel gegeben werden.



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HINWEIS: Diese Informationen sind kein Ersatz für eine individuelle und professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Der Inhalt dieser Seiten kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen und/oder Behandlungen anzufangen und/oder abzuändern. Diese Informationen dienen der individuellen Informationsgestellung und helfen bei der gezielten Koordination hin zu einer möglichst optimalen reisemedizinischen Prävention und einer bestmöglichen medizinischen Betreuung.



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Letzte Änderung am Sonntag, 25. Dezember 2011 um 07:01:09 Uhr.



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